Die Ergebnisse der jüngsten PISA-Studien haben viele Eltern und Pädagoginnen und Pädagogen aufgeschreckt: Immer mehr Kinder tun sich schwer damit, Texte zu lesen und ihren Sinn zu erfassen. Manche Untersuchungen zeigen sogar, dass ein Teil der Schülerinnen und Schüler Mühe hat, alltägliche Texte wie einen Busfahrplan richtig zu entschlüsseln.
Bei uns im Hort nehmen wir diese Entwicklung ernst – und wir setzen ihr etwas entgegen.
Unsere Lese-AG
Bereits seit einiger Zeit gibt es bei uns die Lese-AG. Hier steht das Lesen im Mittelpunkt, und zwar auf eine Weise, die den Kindern Freude macht. Die Kinder stellen ihre Lieblingsbücher vor, lesen ihren Freundinnen und Freunden ausgewählte Abschnitte vor und kommen anschließend miteinander ins Gespräch: Was hat euch an der Geschichte gefallen? Wie hättet ihr an der Stelle der Hauptfigur gehandelt? So wird aus dem Lesen ein gemeinsames Erlebnis.
Darüber hinaus stellen wir den Kindern auch die Autorinnen und Autoren hinter den Büchern vor. Wer hat die Geschichte geschrieben, und was wollte er oder sie damit erzählen? Auf diese Weise lernen die Kinder, Bücher nicht nur zu lesen, sondern sie auch zu verstehen und einzuordnen.
Warum uns das so wichtig ist
Lesen ist weit mehr als eine schulische Pflichtübung. Wer gut liest, kann sich Informationen selbst erschließen, Zusammenhänge erkennen und sich eine eigene Meinung bilden. Genau diese Fähigkeit – Texte zu verstehen, zu hinterfragen und zu bewerten – ist eine wichtige Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben und für eine mündige Teilhabe an unserer Gesellschaft.
Mit der Lese-AG möchten wir schon früh das Fundament dafür legen. Jedes Kind, das mit Begeisterung zum Buch greift, ist ein kleiner Schritt gegen den Trend – und ein großer Gewinn für seine Zukunft.
Wir freuen uns über jedes Kind, das mitmacht. Und vielleicht entdeckt ja beim gemeinsamen Vorlesen zu Hause auch das eine oder andere Elternteil die eigene Lesefreude neu.
